Alles digital: Der Pepperl+Fuchs Stand auf der virtuellen Ausbildungsmesse der IHK

Karrieremessen sind der ideale Anlaufpunkt, um sich über Ausbildungsberufe sowie über duale Studiengänge zu informieren und so die eigene berufliche Zukunft zu planen. Damit das auch in Zeiten der Coronapandemie möglich ist, gibt es digitale Alternativen zur herkömmlichen Messe vor Ort. Eine davon ist die digitale Ausbildungsmesse der IHK, die Interessierte noch bis Jahresende besuchen können. Was es bei der Planung und Umsetzung des virtuellen Pepperl+Fuchs Stands alles zu beachten galt, darüber berichten Claudia, Leitungsassistentin für Fairs, Events+Services, und Emma, Referentin für Messeorganisation in derselben Abteilung.

 

Hallo, Claudia und Emma! Worauf muss man beim Erstellen eines virtuellen Messestands achten?
Claudia: Zunächst einmal braucht man ein technisches Grundverständnis von HTML und Webseiten. Denn Bilder oder Videos müssen ins richtige Format gebracht und eingebettet werden. Genauso wichtig ist ein hohes Maß an Kreativität. Immerhin ist es eine besondere Kunst, durch virtuelle Formate eine persönliche Atmosphäre zu kreieren. Damit dies gelingt, binden wir zum Beispiel die Fotos und Videos unserer Ansprechpartner ein.

Emma: Außerdem ist es wichtig, dass sich Besucher*innen an unserem Messestand leicht zurechtfinden. Aus diesem Grund orientieren wir uns auch an den anderen Firmen und schauen, dass sich der Stand von Pepperl+Fuchs ins allgemeine Bild einfügt. Wenn bei 90 Prozent der Stände eine bestimmte Funktion unten rechts zu finden ist, dann setzen wir diese nicht oben links hin. Denn so würden wir uns zwar von den anderen abheben, es den Besucher*innen aber unnötig schwer machen.
Wichtig hierbei ist auch, dass man nicht versucht, eine herkömmliche Messe nachzuahmen. Stattdessen sollte man sich die Unterschiede der beiden Messetypen bewusst machen und gut passende digitale Möglichkeiten nutzen.

interesse wecken, aber nicht zu viel verraten

Was sind denn die Hauptunterschiede zu einer herkömmlichen Messe?
Claudia: Man muss nicht nur auf den eigenen Messestand achten, sondern auch darauf, dass die Umgebung stimmt. So hatten wir zum Beispiel an die Veranstalter*innen der IHK-Ausbildungsmesse noch kleine Korrekturwünsche. Denn direkt vor unserem Messe-Stand sind virtuelle Besucher gelaufen. Das war zwar schön umgesetzt, aber für uns natürlich sehr ungünstig, da diese uns versteckt haben. Man muss also nicht nur den eigenen Stand im Blick haben.

Emma: Auch die Ansprache der Besucher*innen ist eine ganz andere als bei Präsenzmessen. Dort spielt die persönliche Komponente durch das Standpersonal eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Exponate und Werbegeschenke. Bei virtuellen Messen sind es stattdessen Bilder, Texte und Filme, die unser Unternehmen präsentieren. Außerdem ist die Aufmerksamkeitsspanne der Besuchenden auf einer virtuellen Messe viel kürzer. Das bedeutet, dass man sich gut überlegen muss, wie Bilder und Texte ansprechend platziert werden sollten. Schließlich möchte man Interesse wecken, ohne gleich alles zu verraten.

Gibt es digitale Alternativen, die im Vergleich zu einem herkömmlichen Messestand echte Vorteile bieten?
Claudia: Das ist schwer zu sagen, weil die beiden Messeformen einfach komplett unterschiedlich sind. Ein Vorteil von virtuellen Messen ist ihre größere Reichweite. Interessenten können auf sie von überall aus zugreifen, sodass dann bei einem Vortrag auch mal an die 1.000 Leute zuhören. Außerdem ist man zeitlich weniger gebunden. So kann die Ausbildungsmesse der IHK noch das ganze Jahr über besucht werden.

Emma: Ein weiterer Vorteil kann auch die hier herrschende Anonymität sein. Das klingt erst einmal paradox. Aber während einer Konferenz trauen sich viele eher, Fragen im Chat zu stellen, als direkt vor Ort.

keine hemmungen

Habt Ihr Tipps, wie Besucher*innen von virtuellen Messen möglichst viel für sich mitnehmen können?
Emma: Zunächst sollte man ein wenig Geduld mitbringen. Jede Messe ist anders aufgebaut, die Funktionen und Möglichkeiten unterscheiden sich. Da braucht man manchmal etwas Zeit, um sich zurechtzufinden. Die Besucher*innen sollten sich zunächst überlegen, was sie genau wissen wollen und sich dann entsprechend durchklicken. Außerdem kann ich nur empfehlen, den Button mit den Kontaktmöglichkeiten zu nutzen. Man sollte keine Hemmungen haben, nachzufragen und Firmen auch mal auf diese Weise zu kontaktieren.

 

Claudia und Emma (von links):