Ein Einblick in mein BWL-Studium

Sofie Heiser studiert an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg BWL mit Schwerpunkt Industrie. Ihren Abschluss wird sie im Sommer machen. Heute erzählt sie uns im Blog wie ein ganz normaler Tag an der Hochschule aussieht und was Interessenten und Unentschlossene von einem dualen Studium erwarten können…

Mein Tag an der DHBW beginnt meist um 9 Uhr – später als bei der Arbeit. Das ist einerseits entspannter, aber andererseits sind um diese Zeit die Straßen voller und die Parkplatzsituation gestaltet sich schwieriger. Daher steige ich auch gerne mal auf die Straßenbahn um. Mit der Linie 5 erreicht man die Außenstelle der DHBW sehr gut. Der Studiengang Industrie wird nämlich nicht an der Hauptstelle in der Coblitzallee gelehrt, sondern in der Käfertalerstraße. An der Hochschule treffe ich meine neu gewonnenen Freunde. In den Pausen – aber auch in den Vorlesungen – ist es spannend zu hören, wie es in anderen Unternehmen abläuft und welche Erfahrungen meine Kommilitoninnen und Kommilitonen machen.

Zusammenhalt wie bei einer Schulklasse

Jedes Jahr starten zwei Studierende bei Pepperl+Fuchs in den Studiengang BWL. In den Kursen sitzen DH-Studierende von vielen verschiedenen Unternehmen. In unserem Kurs sind wir etwa 25. Es ist ein enger Zusammenhalt – ähnlich wie bei einer Schulklasse. Durch die Anwesenheitspflicht sind auch immer alle da. Meistens haben wir pro Tag zwei Vorlesungen, die aus 4 x 45min bestehen – zwischendurch eine Mittagspause. Da haben wir eine sehr große Auswahl an Essensmöglichkeiten: Wir können in der Kantine essen oder nach draußen gehen, wo es Bäcker, Supermärkte, Imbissstände und ähnliches gibt.

Praxisbezug ist im BWL-Studium gegeben

Auch wenn der Kurs die Größe einer Schulklasse hat, sind die Vorlesungen nicht mit dem Schulunterricht vergleichbar. Beispielsweise gibt es Dozenten, die einen Vortrag halten. Sie erzählen von ihrer praktischen Erfahrung, denn viele von ihnen haben lange in einem Industrieunternehmen gearbeitet oder tun dies immer noch. Dadurch haben wir auch in der Theoriephase den Praxisbezug. In Vorlesungen wie Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen oder Controlling ist dann aber verstärkt unsere Mitarbeit gefragt. Neben dem normalen Vorlesungsstoff gibt es kleine Übungsaufgaben. Diese können wir in Zusammenarbeit mit den Tischnachbarn bearbeiten. Bei Fragen helfen die Dozentinnen und Dozenten immer gerne. Durch den persönlichen Kontakt entsteht ein angenehmes Arbeitsklima.

Zum Ausgleich spiele ich im Verein Handball.

Lernen von morgens bis abends?

Die Dozenten sind auch häufig in der Planung der Vorlesungsstunden flexibel, wobei die Anzahl der Vorlesungsstunden festgelegt ist. Doch hat der Kurs zum Beispiel Donnerstagnachmittag keine Vorlesung und der Dozent oder die Dozentin auch frei, so kann eine Vorlesung vorgezogen werden. Dadurch hat man oft vor den Klausuren 1-2 Wochen frei. Doch frei ist, glaube ich, das falsche Wort. Vor den Prüfungen kann es schon sehr stressig und anstrengend werden. Da bin ich häufig von morgens bis abends am Lernen. Zusammen mit zwei Kommilitoninnen treffe ich mich zum Wiederholen, Erfahrung austauschen und Lernen. Da kann so ein Tag schon mal von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends gehen. Zeitlich ist dies aber begrenzt auf circa zwei Wochen pro Semester.

Abends geht’s zum Handball

Um einen Ausgleich zum Studium zu haben, spiele ich Handball. Dreimal die Woche geht’s zum Sport und am Wochenende ist meistens ein Spiel. Vielleicht fragt ihr euch, ob das mit dem Stduium zusammen nicht zu stressig ist. Da kann ich aus Erfahrung sagen: Nein, mit einem guten Zeitmanagement bekommt man auch das unter einen Hut. Am besten wird direkt nach den Vorlesungen die Zusammenfassung geschrieben, dann hat man so kurz vor den Klausuren weniger Stress. Aber wenn wir ehrlich sind, es ist auch mal ganz angenehm nach der Uni nach Hause zu gehen und nichts mehr zu machen. Geht auch mal – wichtig ist nur ein gutes Mittelmaß zu finden!

 


SOFIE HEISER

Duale Studentin BWL-Industrie
bei Pepperl+Fuchs seit Oktober 2014
21 Jahre alt

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