Bis der Sensor streikt

Recayi und sein Team bringen täglich unsere Produkte und neuesten Entwicklungen an ihre Grenzen. Denn ihr Job ist es, mögliche Schwachstellen ausfindig zu machen. Im Blog erzählt der studierte Telekommunikationstechniker und heutige Teamleiter im globalen Qualitätsmanagement Research & Development Support von seinen abwechslungsreichen Aufgaben.

PRODUKTE ANS LIMIT BRINGEN

Recayi, du bist Teamleiter im globalen Qualitätsmanagement R&D Support. Was ist eure Aufgabe?
Recayi: Kurz gesagt: Wir stellen unsere Produkte und Prototypen auf den Prüfstand. Wir werden bereits sehr früh – in der Konzeptionsphase schon – bei Neuentwicklungen eingebunden und definieren gemeinsam mit der Entwicklung die notwenigen Prüfungen und Kriterien für die Produktqualifikation. Dabei richten wir uns sowohl an die Normenanforderungen als auch die erhöhten Anforderungen der Zielapplikationen, sowie den Pepperl+Fuchs internen Standards. Wir führen auch regelmäßige Produktrequalifikationen durch, wenn beispielsweise Produkte, die schon einige Jahre auf dem Markt sind und sich durch Teileabkündigungen oder durch Änderungen im Produktionsablauf geändert haben. Auch unterstützen wir die Qualifikation und Analysen von neuen Produktionstechniken. Weiterhin unterstützen wir bei der Qualifikation von Handelswaren, moderieren FMEAs (Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse), und koordinieren viele weitere Arten von Prüfungen und Analysen.

Recayi in unserem EMV-Labor.

Und wie sehen die Tests genau aus?
Recayi: Die Prüfungen lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen. Zum einem sind das EMV Tests; also Prüfungen der elektromagnetischen Verträglichkeit. Zum Zweiten sind das elektromechanische Test sowie Test zu den Umgebungseinflüssen. Da führen wir beispielsweise Prüfungen zum Wasser- und Staubschutz, zur mechanischen Vibration und Schock, zum Klima- und Temperaturverhalten, zur elektrischen Belastung, der Lebensdauer und chemischen Beeinflussung durch. Bei besonders neuartigen Prototypen führen wir außerdem den sogenannten HALT-Test (Highly Accelerated Life Test) durch. Dabei wird der Prüfling solange belastet, bis er ausfällt. Anschließend werden diese Prototypen von der Entwicklung analysiert und die Erkenntnisse fließen wieder zurück in das Design oder in den Fertigungsablauf. Als Drittes testen wir die Software aus Sicht unserer Kunden.

Ein Ultraschallsensor im Test zur elektromagnetischen Verträglichkeit.

UNTERSTÜTZUNG DER STANDORTE WELTWEIT

Warum ist euer Job so wichtig?
Recayi: Es ist sehr wichtig, dass wir alle Anforderungen an die Produktqualifikation schon sehr früh erfassen und somit verhindert werden kann, dass es zu Entwicklungsschleifen kommt und dadurch dass Time-to-Market gefährdet wird. Unsere Routine gestaltet diesen Prozess sehr effektiv für die verschiedenen Entwicklungsbereiche, welche nur gelegentlich mit der Qualifikationsplanung konfrontiert werden. Sie werden geführt und müssen sich nicht in die Problematik einarbeiten. Als unterstützende Einheit werden wir von den verschiedensten Abteilungen weltweit zu Rate gezogen. Ob es die Entwicklung, der Vertrieb, die Produktion, das Produktmanagement oder die Normenfachleute sind, wir erfahren immer wieder viel positives Feedback von den KollegInnen. Die Erklärung ist einfach: Sie sind froh, wenn wir Schwachstellen oder Fehler entdecken, bevor sie die Kunden finden konnten.

EIN ABWECHSLUNGSREICHER JOB

Was liebst du an deinem Job?
Recayi: Den Kontakt zu den vielen KollegInnen, die an den verschiedensten nationalen und internationalen Standorten arbeiten. Ihre Anerkennung ist ein toller Lohn für unsere Arbeit. Aber gerade auch die Abwechslung macht mir an meinem Job besonders viel Spaß. Auf das Jahr gerechnet, bearbeiten wir parallel etwa 800 Aufträge. Und diese sind ganz unterschiedlich wodurch es ständig zu neuen Herausforderungen kommt. Da wird es einfach nie langweilig.

DAS QUALITÄTSMANAGEMENT KENNENLERNEN

Können auch Studierende einen Einblick in eure Abteilung bekommen?
Recayi: Ja, unsere dual Studierenden Elektrotechniker (m/w) und unsere Auszubildenden zum Elektroniker für Geräte und Systeme (m/w) ab dem 3. Lehrjahr sind regelmäßig in unserer Abteilung. Aber auch Studierende anderer Hochschulen und Universitäten können unsere Tätigkeit kennenlernen und Erfahrungen im Qualitätsmanagement sammeln. Ein paar unserer Prüfeinrichtungen sind beispielsweise durch Diplomarbeiten entstanden.

Die letzte Frage lost du aus. Bitte zieh eine Karte!
Recayi: Pizza oder Burger? Pizza, ganz klar.

Warum?
Recayi: Weil es besser schmeckt und die Variationsvielfalt größer ist.


RECAYI

Teamleiter Global Quality Management R&D Support
bei Pepperl+Fuchs seit 2014
38 Jahre alt

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