Freundschaftliche Zusammenarbeit

Delta Racing Team

Student Nicolas Antretter ist Teil des Delta Racing Teams der Hochschule Mannheim. Für die alljährliche Formula Student bauen die Studierenden eigene Rennwagen, mit denen sie bei internationalen Konstruktionswettbewerben antreten. Die Spannung steigt – in zwei Wochen geht es los zur Formula Student in Ungarn. Ich habe Nicolas vorher noch einmal bei Pepperl+Fuchs getroffen, wo er für fünf Monate ein Praktikum gemacht hat. Er erzählte mir, warum ihm das Engagement im Delta Racing Team so viel Spaß macht und wie er seine Erfahrungen aus dem Praktikum ins Team einbringen konnte.


Mein Name ist Nicolas Antretter, ich bin 23 Jahre alt und studiere seit 2014 an der Hochschule Mannheim Automatisierungstechnik. Im März 2016 habe ich mit meinem Praxissemester in der Ultraschallabteilung von Pepperl+Fuchs begonnen.

Das Formula Student Team Delta Racing der Hochschule Mannheim

Schon immer war ich ein Mensch, der Spaß daran hat theoretische Überlegungen in praktische Konstruktionen umzuwandeln. Deshalb habe ich auch das Bestreben Vorlesungsinhalte direkt in der Praxis zu realisieren. Diese Möglichkeit gab und gibt mir das Delta Racing Team der Hochschule Mannheim. Dort wurde ich bereits im 3. Semester meines Studiums Mitglied und war direkt von Anfang an begeistert von diesem Projekt.

Student Nicolas Antretter
Seit dieser Saison bin ich Abteilungsleiter des Antriebs unseres Elektrowagens

Das Delta Racing Team ist ein Teilnehmer der Formula Student, einem internationalen Konstruktionswettbewerb. Inhalt des Wettbewerbs ist es, in Teamarbeit einen einsitzigen Formelrennwagen zu entwerfen, zu konstruieren, zu fertigen und zu testen, um damit gegen Teams aus der ganzen Welt anzutreten. Weltweit gibt es mehr als 600 Hochschulteams, davon alleine etwa 100 in Deutschland – Tendenz sehr stark wachsend. Bei der Formula Student gewinnt aber nicht das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. Diese Events finden überall auf der Welt statt, beispielsweise in Hockenheim, England, Italien oder Amerika. Das Delta Racing Team baut nun schon seit 2010 einen Verbrennerwagen und seit 2013 zusätzlich einen Elektrowagen pro Saison. So bauen wir in dieser Saison 2016 schon unseren zehnten Flitzer. Schnell wurde mir klar, wie viel man durch ein solches Projekt dazu lernen kann und deshalb habe ich mich schon früh dazu entschlossen Verantwortung zu übernehmen. Seit der Saison 2016 bin ich Abteilungsleiter des Antriebs unseres Elektrorennwagens und erster Beisitzender des Vorstands.

Die Testphase

Zu einem erfolgreichen Rennwagen gehört auch eine intensive Testphase. Dieses Jahr durften wir erstmalig auch auf dem Hockenheimring hinter der Mercedes-Benz Tribüne unsere Testfahrten durchführen. Wie bei jedem Testvorgang wurden zunächst die grundlegenden Funktionen erprobt und so fuhren wir zu Beginn ohne aerodynamische Verkleidung, um uns primär beispielsweise auf die Motorkonfiguration konzentrieren zu können.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

Delta Racing Testfahrt
Testfahrt mit dem Verbrennerwagen ohne aerodynamische Verkleidung
Testfahrt Delta Racing
Testfahrt auf dem Hockenheimring mit dem Elektrowagen

Doch was hat die Firma Pepperl+Fuchs damit zu tun?

Pepperl+Fuchs ist nun seit mehr als zwei Jahren ein wichtiger Sponsor dieses Projektes. Diese Unterstützung basiert nicht nur auf einer finanziellen Hilfestellung, sondern auch auf den Zugriff auf Produkte von Pepperl+Fuchs sowie dem Know-how der Mitarbeiter. So verbauen wir in den beiden Rennwagen insgesamt acht induktive Sensoren von Pepperl+Fuchs, um die Drehzahl jedes Rads optimal und präzise bestimmen zu können. Des Weiteren ermöglichen uns die Ultraschallsensoren, die wir an mehreren Positionen im Unterboden eingesetzt haben, die Bestimmung des Abstands zwischen Asphalt und Fahrzeug. Dadurch können wir neue aerodynamische Systeme testen oder beispielsweise neue Fahrwerkseinstellungen genauestens überprüfen.

Seit Beginn meiner Mitgliedschaft im Verein war der enge und stets freundschaftliche Kontakt zwischen dem Delta Racing Team und Pepperl+Fuchs unvergleichlich. Deshalb war es schon länger mein Plan, das Praxissemester in dieser Firma durchzuführen. Glücklicherweise wurde mir das auch ermöglicht und so arbeite ich nun seit März 2016 im Bereich Ultraschall. Das Arbeitsklima ist hervorragend, die Kollegen nett und die Arbeit fordernd.

Mein Praxissemester bei Pepperl+Fuchs

Testschiene Pepperl+Fuchs
Simulation auf der Testschiene

Die Hauptaufgabe meines Praktikums bestand in der Automatisierung eines Testprozesses für Ultraschallsensoren auf einer zwölf Meter langen Messschiene. Begonnen wurde, nach einer Planungs- und Beschaffungsphase, mit der Montage der Komponenten. Dazu gehören Bestandteile wie beispielsweise Motoren, Stromversorgungen, Endschalter, Motorcontroller, USB-Hub, Relaismodul sowie ein Multifunktionsdatenerfassungsgerät. Bevor das Einrichten und Einbinden aller Komponenten in die Testsimulation beginnen konnte, wurden verschiedene Kalibrierungstests durchgeführt. Des Weiteren lernte ich in dieser Zeit den Aufbau und auch die genaue Funktionalität von Ultraschallsensoren besser kennen. Dieses Wissen kann ich für das Delta Racing Team nutzen. So werden wir vermutlich die Benutzung der Abstandsultraschallsensoren im Unterboden der Autos in Zukunft optimieren. Viele während des Praktikums verrichteten Aufgaben sind vergleichbar mit meinem Aufgabenfeld, beim Delta Racing Team. Diese Parallele ermöglicht es mir den kennengelernten professionellen Projektablauf einer Firma bestmöglich ins Team zu integrieren.

Volle Kraft voraus

Am 16. August machen wir uns dann mit unseren Rennwagen auf den Weg Richtung Ungarn – zur diesjährigen Formula Student. Dort wird sich dann zeigen, ob all unser Schweiß und die nächtlichen Montagen in unserer Werkstatt am Ende sogar in der einen oder anderen Kategorie einen Sieg einbringen.

Nicolas Antretter
NICOLAS ANTRETTER

Student der Hochschule Mannheim
Fachrichtung Automatisierungstechnik
23 Jahre alt

Ein Gedanke zu „Freundschaftliche Zusammenarbeit“

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