Neuer Ausbildungsbereich – optimales Lernen in digitalem Umfeld

Um den digitalen Wandel und den künftigen beruflichen Anforderungen gerecht zu werden, wurde im vergangenen Jahr der Ausbildungsbereich am Pepperl+Fuchs Standort in Mannheim komplett digitalisiert und modernisiert. Im Karriereblog berichtet Patricia Goebel, Leiterin der Ausbildungsabteilung, über den Umbau.

Hallo Patricia, die Pläne für die Modernisierung der Ausbildungsabteilung liefen bereits seit 2018, richtig?
Patricia: Ganz genau. Anfang 2019 wurden die letzten Details festgelegt, und im Juni ging es dann mit der Erneuerung des Ausbildungsbereichs los. Es war uns wichtig, dass die Maßnahmen während des Umbaus so gelegt wurden, dass sich die Auszubildenden und Studenten in der Praxis, also den Fachabteilungen, der Berufsschule bzw. der dualen Hochschule befanden. So konnte hier gearbeitet werden, ohne jemanden zu stören.

An einem AS-Interface Experimentier-Board erarbeiten die Studierenden selbständig Wissen mithilfe verschiedener Tests // Foto: Sabine Kress

Welche Modernisierungsarbeiten standen auf der Agenda?
Patricia: Neben der notwendigen Digitalisierung standen verschiedene Themen auf dem Programm. Beispielsweise wurden hellere Böden verlegt, die Decken erneuert und die Lichtquellen auf LED umgestellt. Außerdem wurden Wände versetzt, um das Labor und den PC-Schulungsraum zu vergrößern. Unser Hauptaugenmerk lag natürlich auf der besseren technischen Ausstattung der Räumlichkeiten. Dazu zählte beispielsweise die Installation einer neuen Lerninsel als erste Maßnahme zur Digitalisierung. Die Grundlagen der elektrischen Installation und die Prüfung von Geräten können nun an dem neuen computergestützten Trainingssystem überwiegend selbstständig in Theorie und Praxis vermittelt werden. Die Lernfortschritte der Auszubildenden können später durch eine Fehlersuche an Experimentierboards und Tests überprüft und elektronisch dokumentiert werden. Die multimediale Lernumgebung des Systems erhöht insgesamt die Motivation und den Lernerfolg der Auszubildenden.

An der neuen Lerninsel können die Grundlagen der elektrischen Installation und die Prüfung von Geräten selbstständig erlernt werden. // Foto: Sabine Kress

Perfekte Lernumgebung mit neuester technischer Ausstattung

Außerdem wurde das Labor mit einem Smartboard ausgerüstet …
Patricia: Richtig, hierüber lassen sich Lerninhalte als Dateien abspeichern, die von den Auszubildenden und Studierenden jederzeit abgerufen werden können. Die Ausbilder hinterlegen so beispielsweise Aufgaben, die dann von den Auszubildenden direkt am Smartboard bearbeitet und gelöst werden können. Zusätzlich haben wir die bisherigen Labortische durch moderne, höhenverstellbare Tische ersetzt, die unter anderem über Netzwerkanschlüsse für Laptops verfügen. So ist individuelles Lernen am Arbeitsplatz dank Lernplattformen mit Infos, Plänen oder Arbeitsanweisungen möglich.

Am Smartboard können hinterlegte Aufgaben direkt bearbeitet, gelöst und abgespeichert werden. Foto: Sabine Kress

Praktische und theoretische Lerninhalte können nun optimal verknüpft werden, beispielsweise beim direkten Programmieren von Mikrocontrollerplatinen mit anschließendem Test des Programms an einer selbst entwickelten und gelöteten LED-Matrix. Ein aktiver USB-Hub ermöglicht außerdem den Datenaustausch zwischen Laptop und Mikrocontroller. Insgesamt ermöglicht die Digitalisierung und Automatisierung ein nicht nur deutlich angenehmeres, sondern auch erheblich effizienteres Lernen.

Seit Mitte September des letzten Jahres sind die Umbaumaßnahmen abgeschlossen.
Patricia: Ja, wir konnten alles wie geplant umsetzen. Auch unsere Auszubildenden zeigen sich begeistert von den neuen technischen Möglichkeiten. Die perfekte Lernumgebung sorgt für regelrechte Hochstimmung bei ihnen!


Patricia

Leiterin der Ausbildungsabteilung
seit 8 Jahre bei Pepperl+Fuchs

 

 

 

Titelbild: Sabine Kress;  www.sabinekress.de