Nominierung FIT Award: Porträtbild von Elena

Nominiert für den FIT Award 2026: Elena über ihren Weg in der IT

Mit dem Wunsch Elektrotechnik zu studieren, kam Elena vor vielen Jahren nach Deutschland. Heute hat sie eine Führungsposition bei Pepperl+Fuchs inne und ist für den „Female in IT“-Award (FIT Award) nominiert. Eine Auszeichnung für Frauen, die die digitale Zukunft mitgestalten. Im Interview berichtet sie über ihren Werdegang, ihre Leidenschaft für IT-Themen, über Frauen in diesem Bereich und wie besonders diese Nominierung für sie ist.

Hallo, Elena. Was genau machst du bei Pepperl+Fuchs?
Ich bin Head of Project Management Office (PMO) für Mobile Communication & HMI. In meiner Rolle leite ich ein internationales Team von Projektmanagerinnen und Projektmanagern und unterstütze sie mit den notwendigen Strukturen, Methoden und Hilfestellungen, damit sie ihre Projekte erfolgreich umsetzen und sich fachlich und persönlich weiterentwickeln können. In meinem Arbeitsalltag stehe ich außerdem in ständigem Austausch mit verschiedenen Abteilungen. Projekte machen häufig Herausforderungen und Verbesserungspotenziale sichtbar, weil sie unterschiedliche Funktionen und Prozesse miteinander verbinden. Deshalb geht es für mich darum, zu verstehen, was für die einzelnen Abteilungen wichtig ist, welche Prioritäten und Herausforderungen sie haben und wo wir einen Mehrwert schaffen können. So können wir nicht nur Herausforderungen innerhalb einzelner Projekte lösen, sondern langfristig auch unsere Prozesse und Arbeitsweisen im gesamten Unternehmen verbessern. Parallel dazu leite ich strategische Initiativen, wie beispielsweise Post-Merger-Integrationsprojekte nach Unternehmensakquisitionen.

Leidenschaft für Technologie

Was begeistert dich an deinem Job?
Die Vielfalt an Aufgaben, Herausforderungen, Projekten und Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Es gibt immer etwas Neues zu lernen oder eine neue Perspektive zu entdecken. Wenn ich auf meine bisherige Karriere bei Pepperl+Fuchs zurückblicke, finde ich es beeindruckend, wie viele Möglichkeiten ich bekommen habe, mich weiterzuentwickeln. Ich habe im Engineering angefangen und bin über ein globales Talentprogramm ins Management gewechselt. Für das Vertrauen und die Unterstützung, die ich dabei erfahren habe, bin ich bis heute sehr dankbar. Von Engineering ging es für mich ins Projektmanagement, anschließend ins Post-Merger-Integrationsmanagement und schließlich in meine heutige Rolle als Head of PMO. Genauso wichtig ist für mich die Zusammenarbeit, die ich jeden Tag erlebe. Immer wieder treffe ich auf Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen, die Dinge verbessern möchten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam etwas voranbringen wollen.

Wie bist du in deinen heutigen Aufgabenbereich gekommen?
Der Weg begann mit einer Entscheidung, die ich schon früh in meinem Leben getroffen habe: Ich kam nach Deutschland, um Elektrotechnik zu studieren. Schon als Kind und Jugendliche haben mich Technologie, Wissenschaft und Robotik fasziniert. Ich wollte schon immer Dinge entwickeln und verstehen, wie Technologie funktioniert, und so hat mich mein Weg ganz natürlich in Richtung Engineering geführt. Während meines Studiums erhielt ich ein Stipendium von Pepperl+Fuchs und während eines Praktikums danach lernte ich das Unternehmen dadurch auch von innen kennen. Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt und es gab viele Möglichkeiten, zu lernen und mich weiterzuentwickeln.

Mit meiner beruflichen Entwicklung haben sich auch meine Interessen weiterentwickelt. Meine Leidenschaft für Technologie war und ist nach wie vor sehr stark, gleichzeitig wurde ich zunehmend neugieriger darauf, was über die technische Umsetzung hinaus passiert. Ich wollte verstehen, wie Entscheidungen getroffen werden, wie unterschiedliche Bereiche eines Unternehmens zusammenspielen und wie ich dazu beitragen kann, diese Entscheidungen mitzugestalten. Diese Neugier führte mich Schritt für Schritt zu größeren Verantwortungsbereichen. Ich habe erkannt, dass ich nicht nur Technologie entwickeln, sondern auch Entscheidungen beeinflussen, zur Strategie beitragen, Menschen führen und einen breiteren Einfluss haben möchte.

FIT Award: Auszeichnung von Frauen, die die digitale Zukunft mitgestalten

Kommen wir zu einem aktuellen Thema. Was ist denn der FIT Award?
Der FIT Kongress steht für „Females in IT – Future of IT“ und bringt seit 2017 Frauen aus der IT zusammen. Im Rahmen des Kongresses vergeben das Women’s IT Network und die Vogel IT-Akademie die WIN Awards. Damit werden Frauen ausgezeichnet, die die digitale Zukunft mitgestalten. Die Awards decken verschiedene Bereiche wie E-Health, E-Government und Business IT ab, mit Kategorien wie Digital Transformation, Start-Up und Leadership. Was mir besonders gefällt, ist, dass Frauen sichtbar gemacht werden, die bereits in der IT arbeiten und viel erreichen – manchmal eher im Hintergrund und ohne große öffentliche Aufmerksamkeit. Die Awards rücken diese Leistungen ins Rampenlicht und zeigen die Vielfalt und den Einfluss von Frauen, die bereits eine wichtige Rolle in der IT-Branche spielen.

Und wie kam es zu deiner Nominierung?
Ich wurde von einer Freundin nominiert, was die Nominierung für mich besonders bedeutungsvoll macht. Sie hat meine Arbeit und meinen Beitrag zur IT gesehen und sich entschieden, mich für den Award vorzuschlagen. Ich habe mich unglaublich darüber gefreut und war sehr dankbar. Es hat mir gezeigt, dass sie an mich glaubt und meine Arbeit unterstützt. Außerdem hat es mich sehr geehrt, gemeinsam mit rund 20 weiteren Frauen in derselben Kategorie (Digital Transformation) nominiert zu sein, von denen ich glaube, dass sie in ihren jeweiligen Bereichen sehr viel bewegen. Teil dieser Gruppe zu sein und auf diese Weise Anerkennung für meine Arbeit zu bekommen, bedeutet mir sehr viel. Ich möchte gerne ein Beispiel für andere Frauen in der Technologiebranche sein kann.

Frauen in der IT

Warum sind Frauen in der IT deiner Meinung nach so wichtig?
Ich glaube, dass Frauen in der IT wichtig sind, weil sie unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen mitbringen, die gerade bei komplexen Herausforderungen wertvoll sein können. Ich glaube außerdem, dass weibliche und männliche Eigenschaften sich gegenseitig ergänzen und stärken können. Und ich glaube nicht an eine strikte Trennung dessen, was Frauen oder Männer können oder sollten. Gleichzeitig denke ich, dass Eigenschaften, die häufig Frauen zugeschrieben werden, wie Empathie, aktives Zuhören, Harmonie, Kollaboration, wertvoll sein können – genauso wie Eigenschaften, die häufig Männern zugeschrieben werden, wie Durchsetzungsvermögen, Entscheidungsfreude, Wettbewerbsorientierung, Direktheit. Für mich liegt die Stärke darin, diese unterschiedlichen Eigenschaften zusammenzubringen. Sie können sich gegenseitig ergänzen und stärken und dadurch einen ausgewogeneren Ansatz in Führung und Zusammenarbeit schaffen.

Was würdest du sagen, zeichnet dich aus?
Meine Neugier, meine Bereitschaft, immer weiter zu lernen, und mein technischer Hintergrund, der mich dazu bringt, verstehen zu wollen, wie Dinge funktionieren und wie die verschiedenen Bereiche miteinander verbunden sind. Dieses systemische Denken hilft mir dabei, das große Ganze über Menschen, Prozesse, Technologie und Business hinweg zu sehen. Gleichzeitig bin ich sehr ausdauernd und bringe Leidenschaft in alles ein, was ich tue. Jede neue Rolle ist für mich eine Möglichkeit, mich selbst herauszufordern, meine Perspektive zu erweitern und weiter zu lernen.

Aber es gibt noch etwas, das mir wichtig ist. Ich möchte nicht einfach Wissen aus einer Rolle mitnehmen und dann weiterziehen, sondern ich möchte etwas hinterlassen. Ich sehe meine Rolle darin, auf dem aufzubauen, was andere geschaffen haben, meinen eigenen Beitrag zu leisten und etwas zu schaffen, das Bestand hat. Es geht mir darum, Teil von etwas Größerem zu sein und nicht im Mittelpunkt davon zu stehen. Ich möchte dazu beitragen, dass Teams stärker werden, sodass das, was nach mir bleibt, mehr ist als das, was vorher da war.

Du möchtest Elena unterstützen und bis zum 30. Oktober für Sie abstimmen? Weitere Informationen zum FIT Award findest du auf deren Webseite. Zum Voting geht es über diesen Link. (Kategorie: Women in IT –> Digital Transformation)

Pepperl+Fuchs steht für Chancengleichheit. Alle Personalentscheidungen werden unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht, Hautfarbe, nationaler Herkunft, Behinderung oder anderen gesetzlich geschützten Merkmalen und im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen getroffen.