Meine erste Woche in Singapur

Seit Mai verbringt Alexander Steigleder im Rahmen seines dualen Wirtschaftsingenieurstudiums einen Auslandsaufenthalt in Singapur. Ich fragte ihn, wie seine erste Woche dort war. „Überwältigend“, sagt er. Aber lesen Sie selbst:

Schon seit Beginn meines dualen Studiums bei Pepperl+Fuchs war mir klar, dass ich unbedingt einen Auslandsaufenthalt machen möchte. Besonders ging es mir darum neue Kulturen kennen zu lernen, interkulturelle Kompetenzen zu sammeln, einen Einblick in unterschiedliche Arbeitsweisen im Ausland zu erhalten und mich selbst dadurch weiter zu entwickeln. Gerade Singapur ist hier als Einstiegstor zu Asien bekannt. Durch die vielen verschiedenen asiatischen Kulturen, die dort zusammentreffen, bietet sich die Möglichkeit einen weit gefächerten Einblick in diese zu bekommen. Trotzdem zählt Singapur als westlichstes Land in Asien, was einem als „Einsteiger“ in die asiatische Kultur sehr hilft (besonders bezogen auf sprachliche Barrieren). Perfekt also, dass Singapur einer der drei wichtigsten Standorte von Pepperl+Fuchs ist.

Auslandsaufenthalt – los geht’s!

Am Samstag den 14.05.16 war es dann soweit: Ab nach Frankfurt zum Flug nach Singapur. So langsam stieg auch die Aufregung: Ist alles eingepackt? Klappt alles mit dem Visum vor Ort? Im Airbus A380 hatte ich dann zwölf Stunden Zeit mich mental auf die Ankunft vorzubereiten. Die Zeit konnte man sich gut mit dem Entertainment-Programm an Bord, mit Schlafen, sowie mit „kulinarischen Neuentdeckungen“ (Flugzeugessen) vertreiben. Kurz vor Ankunft musste ich eine Embarkation Card ausfüllen. Diese gibt den Behörden in Singapur persönliche Daten sowie Daten über den Aufenthalt dort. Nachdem ich mein Gepäck abgeholt habe, wurde ich durch einen Schalter mit einem Grenzpolizisten geführt. Dieser überprüfte mein Visum sowie meine Embarkation Card. Gott sei Dank, es hat alles gepasst: Welcome to Singapore!

Willkommen in Singapur!

Erst einmal auf mich alleine gestellt, suchte ich mir dann ein Taxi und fuhr zum Pepperl+Fuchs Hauptstandort (Ayer Rajah Crescent) und holte den Schlüssel zu meinem Apartment. In Erwartung an Hitze und strahlendem Sonnenschein fing es dann erst einmal an in Strömen zu regnen. Na gut, warm war es trotzdem. 😉 Angekommen beim Apartment, wurde ich von meinem Mitbewohner – ebenfalls Pepperl+Fuchs Mitarbeiter – für die ersten zwei Wochen empfangen. Wobei wir beide vorerst überrascht waren, dass wir überhaupt einen Mitbewohner haben. Hier noch einmal Danke für die nette Einführung in Singapur und das gute Miteinander. Erstes Ziel war natürlich der Food Court. Für ca. 3,50 bis 5 € hat man hier eine Auswahl an verschiedensten asiatischen Gerichten. Nach Mittagessen und Frühstück im Flugzeug, stürzte ich mich dann regelrecht auf das Essen.

„Die Marina Bay Sands brachten mich zum Staunen“

Guten Morgen Jetlag!

Durch den Jetlag begann mein nächster Tag hellwach um 4:30 Uhr morgens. Eine gute Stunde später machte ich mich dann schon einmal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg zur Arbeit. Da mein Termin mit der Personalabteilung in Ayer Rajah allerdings erst um 8:30 Uhr beginnen sollte, erkundete ich davor noch die Gegend. Bei 31° C, einer Luftfeuchte von mehr als 70%, langem Hemd und langer Hose, lief ich keinesfalls Gefahr zu erfrieren. Die ersten Eindrücke waren überwältigend. Zwischen Wolkenkratzern und Straßen gab es viele Pflanzen und Bäume, die einen erfrischenden ersten Eindruck von Singapur boten. Auch die vielen Parks mitten in der Stadt bieten perfekte Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben und zu entspannen.

Der erste Arbeitstag

8:30 Uhr mein Termin begann. Hier bekam ich einen Einblick in den allgemeinen Tagesablauf bei Pepperl+Fuchs Singapur sowie eine Führung durch unseren Hauptproduktionsstandort. Besonders fiel mir das zu Deutschland unterschiedliche Zeiterfassungssystem auf. Per elektronischem Fingerabdruck kann man hier ein- und ausstechen. Auch die Produktion in Singapur endlich einmal live zu sehen war sehr interessant. Nach meinem Termin fuhr ich dann, mit einer ebenfalls neuen Kollegin im Supply Planning, zu unserem Büro, das sich im neu gebauten Global Distribution Center befindet. Dort wurden wir dann von sehr freundlichen und hilfsbereiten Kollegen empfangen.

Einfach eine geniale Stadt

Im Laufe meiner ersten Woche stieg meine Begeisterung für Singapur immer mehr. Nach und nach lernte ich die Arbeit in Singapur und meine Kollegen kennen, wobei die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft nie nachließ. Auch außerhalb der Arbeit ist Singapur eine geniale Stadt. Wie vorher schon erwähnt: überall Natur und Parks. Auf den Straßen fährt man ständig durch Baumalleen und an fliederfarbenen Blumen vorbei. Auch seine Freizeit kann man hier gut verbringen. In den meisten Parks sind kostenlose Trainingsgelegenheiten, überall Sportanlagen und an den meisten größeren MRT-Stationen Shopping-Malls, in denen man alles findet, was man benötigt. Auch an Sehenswürdigkeiten und Stränden mangelt es nicht. Die Organisation des öffentlichen Lebens lässt mich staunen. Pünktliche öffentliche Verkehrsmittel mit sehr niedrigen Preisen und extrem effiziente Behörden, ohne nennenswerte Wartezeiten.

Der Buddha Tooth Relic Temple in Chinatown

Erkundungstour

Mein erstes Wochenende wurde durch einen Public Holiday Tag ergänzt. Ideal um Singapur zu entdecken. Mein erster Halt: Chinatown. Dort lässt sich schnell eine Idee entwickeln, wie man sich die chinesische Lebensweise vorstellen kann. Überall kleine Märkte und kleinere Imbissläden. Zusätzlich lassen sich Tempel wie der Buddha Tempel und der Sri Mariamman Tempel entdecken. Beim Sri Mariamman Tempel wartete auch eine Überraschung auf mich.

Ohne Schuhe

Es fand gerade ein Ritual statt, perfekt um live Fotos zu machen. Vor dem Betreten musste ich meine Schuhe ausziehen und in ein dafür vorgesehenes Regal stellen. Drinnen bekam ich dann einen schönen Blick auf reich verzierte Decken und Altäre. Freudig über die tollen Fotos verließ ich dann den Tempel. Ohne Schuhe. Diese waren nicht mehr aufzufinden. Bestätigt in meinem guten Schuhgeschmack, machte ich mich dann barfuß auf die Suche nach einem Schuhladen. Auf meinen alternativen Lebensstil aufmerksam gewordene Einheimische halfen mir dann einen Laden mit Flipflops zu finden. Weiter ging es also mit neuem Schuhwerk auf Erkundungstour zu Little India und den Botanic Gardens. Besonders letzteres hat mich beeindruckt. Man betritt den Park und der Großstadtlärm ist komplett verschwunden. Überall exotische Pflanzen und regenwaldartige Abschnitte.

„Sentosa ist einer der saubersten Orte, die ich je gesehen habe.“

Ich geriet ins Staunen

Den nächsten Tag erkundete ich dann die Insel Sentosa und Marina Bay. Obwohl Singapur schon allgemein die sauberste Stadt ist, die ich kenne, übertrafen die Touristenattraktionen Sentosa und Marina Bay nochmals dieses Bild. Wie neu gebaut und in vollem Glanz kann man die Gebäude, Straßen und Sehenswürdigkeiten nur bestaunen. Gerade durch das perfekte Wetter wurde dieser Eindruck noch einmal verstärkt.

To be continued…

Alles in allem lässt mich meine erste Woche in Singapur schon schwärmen. Der Auslandsaufenthalt hat sich jetzt schon gelohnt. Die Atmosphäre, das Miteinander, die „Stadt im Garten“, wie Singapur auch gerne genannt wird, und die vielen Möglichkeiten, die sich einem hier bieten. Ich freue mich schon auf die nächsten vier Monate und bin gespannt, ob sich das überhaupt noch übertreffen lässt.

 


ALEXANDER STEIGLEDER

DH-Student Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Elektrotechnik
bei Pepperl+Fuchs seit Juli 2013
21 Jahre alt

 

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