Quereinstieg in den Einkauf

Um unsere Sensoren und Explosionsschutzbarrieren in der Produktion herstellen zu können, werden einzelne Komponenten und Rohmaterialien benötigt. Michael und sein Team kaufen diese für Pepperl+Fuchs ein. Doch bevor Michael vor fünf Monaten in den Einkauf wechselte, war er in einem anderen Bereich bei uns tätig. Von seinem ungewöhnlichen Weg erzählt er im Interview…

Hallo Michael, du bist Senior Manager im Bereich Purchasing, also im Einkauf. Was kaufst du denn für Pepperl+Fuchs ein?
Michael: Wir kümmern uns unter anderem darum, dass der Nachschub an Rohwaren immer gewährleistet ist. Das sind alle Materialien, die direkt in unsere Produktion und Produkte einfließen. Das sind beispielsweise Spulen, Leiterplatten und Widerstände. Fehlt ein Material, das in der Produktion benötigt wird, gerät die komplette Supply Chain, die Lieferkette, ins Stocken. Dann können unsere Produkte nicht rechtzeitig fertiggestellt und unsere Kunden nicht beliefert werden. Außerdem kaufen wir indirekte Materialien ein. Das ist alles, was zum alltäglichen Betrieb von Pepperl+Fuchs gehört, wie Strom, Wasser, Werkzeuge und Computer.

Erzähl uns mehr über deine Aufgaben!
Michael: Morgens gehe ich als Erstes meine E-Mails durch und schaue, ob irgendetwas aufgekommen ist, das gelöst werden muss. Beispielsweise könnten das Lieferengpässe sein. Da gilt es dann, schnell zu handeln, um eben den Materialfluss aufrecht zu erhalten. Unsere Lieferanten suchen wir daher sorgfältig aus. Kann der Zulieferer die richtigen Materialien liefern und wie lang sind die Lieferzeiten? Wo produziert er seine Materialien und in welcher Stückzahl? Können wir uns auf den Lieferanten verlassen und welche Ansprüche hat der Lieferant an uns? Wenn diese Fragen beantwortet sind und alle Anforderungen sowohl aus unserer Entwicklung, dem Qualitätsmanagement und dem Einkauf erfüllt sind, verhandeln wir die Konditionen und setzen den Vertrag auf.

Seit wann machst du diesen Job?
Michael: Seit einem halben Jahr erst. Vorher war ich knapp neun Jahre Produktmanager für die Interfacetechnik in unserem Geschäftsbereich Prozessautomation.

ENTWICKLUNG, PRODUKTMANAGEMENT UND EINKAUF

Vom Produktmanager zum Einkäufer also?!
Michael: Man kann sogar sagen: Vom Entwickler zum Produktmanager zum Einkäufer. Ich war vor meiner Stelle als Produktmanager 6,5 Jahre Entwicklungsingenieur bei Pepperl+Fuchs. Bei mir ist das so: Nach einigen Jahren bin ich so tief im Job drin, dass sich die Arbeitsprozesse wiederholen und keine Herausforderung mehr darstellen. Da kommt dann bei mir der Wunsch auf, etwas Neues zu lernen. Zum Glück ist Pepperl+Fuchs bei diesem Thema sehr offen und gemeinsam mit der Personalabteilung haben wir für mich immer neue spannende Aufgaben gesucht und gefunden.

Start in eine neue Herausforderung

Deinen Wechsel in den Einkauf könnte man auch einen Quereinstieg nennen, oder?
Michael: Das stimmt! Aber ich finde, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von einer Abteilung in eine andere wechselt, dann hat das auch Vorteile für das Unternehmen. Man bringt einen anderen Blickwinkel rein. In meinem Fall ist es so, dass ich einerseits weiß, wie Entwickler und Produktmanager denken und andererseits lerne ich jetzt die Sichtweise des Einkaufs kennen. Ich bin der Meinung, dass ich so ganz gut die verschiedenen Bereiche bei Pepperl+Fuchs zusammenbringen kann.

RAUS AUS DER KOMFORTZONE

Was war die bisher größte Herausforderung in deiner beruflichen Laufbahn?
Michael: Die größten Herausforderungen waren die Wechsel gewesen. Wenn ich aus meiner Komfortzone, wo ich mich auskenne und wohlfühle, heraustreten und etwas Neues lerne. Aber anders kann man sich nicht weiterentwickeln, finde ich. Und die Kolleginnen und Kollegen bei Pepperl+Fuchs haben mir dabei unglaublich gut geholfen – egal in welcher Abteilung ich war. Das war schon in der Entwicklung so, wo ich als junger Absolvent eingestiegen bin, das war als Produktmanager so und setzt sich nun genauso fort.

Wenn du die drei Jobs miteinander vergleichst. Was hat dir jeweils am besten gefallen?
Michael: Der Reiz an der Entwicklung ist, dass man sich dort zu hundert Prozent in die Entwicklung eines neuen Geräts hineindenken kann. Immer mit dem Wunsch die perfekte Lösung zu finden. Als Produktmanager schaut man nicht so tief in das Detail, was die Entwicklung des Produktes angeht. Stattdessen konnte ich Konzepte entwickeln, wie das Gesamtportfolio aussehen soll. Der Einkauf ist wiederum ein komplett anderer Bereich. Hier bin ich stärker organisatorisch tätig, da ich zum ersten Mal auch eine Führungsrolle innehabe.

DER BEWERBUNGSPROZESS WAR SCHNELL UND REIBUNGSLOS

Jetzt kennen wir deinen Weg bei Pepperl+Fuchs. Aber wie bist du zu uns gekommen?
Michael: Ich habe an der TU Darmstadt Elektrotechnik studiert. Auf der Studentenmesse konaktiva kam ich dann das erste Mal mit Pepperl+Fuchs in Kontakt. Bei einer Firmenführung in der Unternehmenszentrale konnte ich Pepperl+Fuchs noch einmal näher kennenlernen und bewarb mich anschließend. Innerhalb von einer Woche hatte ich mein Bewerbungsgespräch und kurz danach auch die Zusage. Der Bewerbungsprozess lief schnell und reibungslos ab.

Hoch hinaus – beruflich und privat

Durch deine Wechsel in die verschiedenen Bereiche bist du sicherlich gut vernetzt innerhalb des Unternehmens, oder?
Michael: Ja, das stimmt. Das ist auch etwas, das ich jeder neuen Kollegin und jedem neuen Kollegen mit auf den Weg geben möchte. Man muss aufgeschlossen sein und über die eigene Abteilung hinaus den Kontakt zu anderen Kolleginnen und Kollegen suchen. Es vereinfacht die Zusammenarbeit ungemein, wenn man sich persönlich kennt. Es gibt auch einige gemeinsame Freizeitaktivitäten, an denen man teilnehmen kann. Zum Beispiel beim Klettern, Laufen, Bowling oder beim Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.

 


MICHAEL

Senior Manager Purchasing Europe & USA
bei Pepperl+Fuchs seit 2002
41 Jahre alt

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