Für Rhino Oz ruft die Wildnis

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pepperl+Fuchs steht der Name Oz nicht nur für jenen Zauberer aus Kinderbuch und Film. Er ist auch untrennbar mit dem verwaisten Nashornbaby verbunden, dessen Patenschaft Pepperl+Fuchs übernommen hat. Auf dem Karriere-Blog geben wir nun ein Update von Rhino Oz aus Südafrika.

Seit 2015 gehört Rhino Oz zur Pepperl+Fuchs Familie. Brutale Wilderer töteten seine Mutter, woraufhin Pepperl+Fuchs das Nashornbaby adoptierte und in die Obhut eines Wildreservats gab. Dort wurde es großgezogen. Dank der guten Pflege im Care for Wild Rhino Sanctuary ist aus dem kleinen Flaschenkind Oz nun ein stattlicher Bulle geworden. Wie geplant wurde er 2017 – nach zwei Jahren in der Aufzuchtstation – im angeschlossenen Reservat ausgewildert. Stolze 550 Kilogramm brachte der Dickhäuter bereits damals auf die Waage, sein Selbstbewusstsein war allerdings längst nicht so ausgewachsen.

Rhino Oz beim Wiegen. Foto: ©Care for Wild Rhino Sanctary / www.careforwild.co.za

Oz ist überwältigt von der neugewonnenen Freiheit

Der junge Bulle war zunächst von dem 350 Hektar großen Wildreservat, das als intensive Schutzzone (IPZ) für Nashörner fungiert, ziemlich überwältigt. So ungewohnt waren die Weite des Busches und die neu gewonnene Freiheit. Häufig suchte er die Nähe der ihm vertrauten Aufzuchtstation. Nach einigen Monaten des Kommens und Gehens hat Oz heute in der Wildnis sein neues Zuhause gefunden. Man sieht ihn häufig in Gesellschaft anderer ausgewilderter Nashörner, oder er streift in Begleitung Dons, seines besten Freundes aus Kindertagen, umher.

Rhino Oz beim Streifzug mit seinem besten Freund Don. Foto: ©Care for Wild Rhino Sanctary / www.careforwild.co.za

Er hält sich am liebsten im hohen Gras, unter Akazienbäumen oder am Flussufer auf und ist nun ein richtig imposanter afrikanischer Nashornbulle geworden.

Ein Schlammbad ist immer eine gute Idee. Foto: ©Care for Wild Rhino Sanctary / www.careforwild.co.za

Oz lebt in einem geschützten Wildreservat

Bei seinem dramatischen Start ins Leben musste OZ mit ansehen, wie Wilderer seine Mutter grausam töteten. Wie so viele andere Tiere verblutete sie, nachdem ihr bei lebendigem Leib das Horn ausgerissen wurde. Heute noch finden zu Mehl verarbeitete Hörner in China und Vietnam als Mittel zur Krebsvorsorge reißenden Absatz. Das Care for Wild Rhino Sanctuary hat daher OZ und seine Leidensgenossen nicht nur aufgezogen, man sorgt hier auch dafür, dass das Leben der Tiere im Wildreservat nicht bedroht wird. Rund um die Uhr werden sie aus sicherer Distanz beobachtet; Einheiten patrouillieren zum Schutz vor Wilderern.

Darüber hinaus bieten die Wärter und Pfleger lediglich eine sanfte Unterstützung aus der Ferne. Die Tiere sollen weitestgehend unabhängig vom Menschen leben. Doch eine milde Form der Fürsorge bleibt auch in Zukunft notwendig, da es sich um traumatisierte Tiere handelt, die mutterlos aufwachsen mussten. Da sie ein beeinträchtigtes Immunsystem haben, helfen im Fall von Krankheiten oder Verletzungen Tierärzte. Und wenn die Weideflächen in den Wintermonaten wenig Futter bieten, wird hier die Nahrung durch Heu- und Luzerneballen ergänzt. Ein optimales Umfeld also für den Schützling von Pepperl+Fuchs.

 

 

 

Titelbild: © Care for Wild Rhino Sanctary / www.careforwild.co.za